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AD - AUSDAUERPRÜFUNG PDF Drucken E-Mail
24.10.2006

Zweck

Die Grundlage zu jeglichem längerfristigen Erfolg in der Kynologie ist die Gesundheit unserer Hunde. Wir wollen dieser Erkenntnis Rechnung tragen und mit einem pragmatischen, sportlichen Test etwas über die Gesundheit und Belastbarkeit der Hauptorgane unserer Hunde wie Herz, Atemwege, Gebäude und Gangwerk erfahren und robuste, gesunde Tiere auszeichnen. Daher unterstützen wir den massvollen, sukzessiven Aufbau eines Lauftrainings aller Junghunde frühestens ab dem 12. Lebensmonat und die Durchführung von Ausdauer-Prüfungen in Form einer Laufleistung über eine Strecke von 20km in einem Lauftempo von rund  12 - 15 km/h frühestens ab dem 16. Lebensmonat.

Prüfungsablauf

Besammlung und Veterinärkontrolle Die Prüfung beginnt mit der Kontrolle der Hunde durch den Tierarzt in Gegenwart des Prüfungsleiters (PL). - Nicht taugliche Hunde werden von der Startliste gestrichen. Das Startgeld wird nicht zurückerstattet.

  • Appell der zugelassenen Teams + Start:

HF und Hund melden sich zum Appell und zur Entgegennahme der Instruktionen. Die Laufstrecke mit den zwei Rastplätzen und dem Ziel wird den Teilnehmern erläutert und die Gruppe in loser Formation auf den Weg geschickt.

  • Dauerlauf

Der HF fährt auf Fahrrad mit angeleintem Hund an der rechten Seite des Fahrrades. Die Leine ist so zu halten oder z.B. am 'Springer' zu befestigen, dass der Hund genügend Freiheit hat, mit durchhängender Leine neben dem Fahrrad herzulaufen und allfälligen kleinen Hindernissen auszuweichen, ohne gleich ins Fahrrad zu laufen oder dieses aus dem Gleichgewicht zu reissen. Der Hund soll freudig mitlaufen ohne zurückzuhängen. Das Durchschnittstempo liegt bei 12 - 15 km/h, das heisst, das Team soll alle 10 Minuten zwischen 2’000m und 2’500m zurücklegen und nach 30 - 40 Minuten den ersten Rastplatz in einer Distanz von 8 km erreichen.Am Rastplatz Nr.1 überprüft der Tierarzt den Zustand des Hundes und entscheidet, ob dieser den Dauerlauf nach der 15 Minuten-Pause fortsetzen darf.Nach den vorgeschriebenen 15 Minuten Rast begibt sich die Gruppe auf den zweiten Schenkel der Laufstrecke und legt wiederum das gleiche ausgeglichene Tempo vor wie auf der ersten Strecke. Bei vorgeschriebener Leistung erreicht das Team den 7 km entfernten Rastplatz Nr.2 in 28-35 Minuten. Am Rastplatz Nr.2 überprüft der Tierarzt, den Zustand des Hundes und entscheidet, ob dieser den Dauerlauf nach der 20 Minuten-Pause fortsetzen darf. Nach den vorgeschriebenen 20 Minuten Rast begibt sich die Gruppe auf den dritten Schenkel der Laufstrecke und legt wiederum das gleiche ausgeglichene Tempo vor wie auf den Strecken 1 + 2. Bei vorgeschriebener Leistung erreicht das Team das 5 km entfernte Ziel  in 20-25 Minuten. Bei Ankunft am Ziel meldet sich jedes Team beim Postenchef, wo die Ankunftszeit registriert und die effektive Gesamtlaufzeit ermittelt wird. Gleichzeitig überprüfen Tierarzt und PR den Zustand aller einlaufenden Hunde und halten die Ergebnisse in ihrem Protokoll fest. - Danach gilt eine Erholungspause von 15 Minuten.

Gruppenarbeit ca. 15 Minuten nach Ankunft am Ziel

Unter Leitung des PR, absolvieren die Teams in Gruppen eine "Leinenführigkeits-Übung", während welcher alle Gangarten und Wendungen mit angeleintem Hund, sowie "Sitz" und "Platz" gezeigt werden müssen. Hier wird ausschliesslich überprüft, wie lebhaft und fit die Hunde nach absolviertem 20-km-Trab sind oder wie offensichtlich sich ein allfälliger Leistungsabfall nach diesem Dauerlauf zeigt.

Leistungs-Beurteilung

Die Beurteilung lautet entweder "Ausdauerprüfung bestanden"  oder  "Ausdauerprüfung nicht bestanden". Eine differenziertere Beurteilung erfolgt nicht.

Bestanden:

Wenn ein Hund diesen 20km-Dauerlauf ohne sichtlichen Leistungsabfall durchhält, gehen wir davon aus, dass er grundsätzlich gesund ist und weder Herzfehler noch Probleme der Atemorgane hat. Sein Gangwerk wird nach dieser Leistung als belastbar und leistungsfähig angesehen. Er hat die Ausdauerprüfung bestanden.

Nicht bestanden:

Hunde, die während des Laufes ausscheiden, in der Leistung deutlich abfallen und sich am Ziel innert den 15 Minuten nicht erholen können, oder das Durchschnittstempo von 12 km/h nicht durchzuhalten vermochten, haben die Prüfung nicht bestanden. Eingetragen wird "Ausdauerprüfungen nicht bestanden" plus Grundangabe wie z.B. "Zeitlimite überschritten, Leistungsabfall, ...". Eine genaue Untersuchung beim eigenen Tierarzt oder in der Tierklinik ist dann angezeigt und dem Eigentümer sehr empfohlen.

Ebenso können Hunde, die auf Grund des Tierarztentscheides nicht weitermachen durften, die Prüfung nicht bestehen. LH-Eintrag: "Ausdauerprüfung nicht bestanden" plus "Befund wie Pfoten wund gelaufen, Lahmheit, Herzgeräusch, in Pause nicht erholt, ...".

 

 
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